51 mögliche Verfahren aus den Tipps des Ex-V-Manns

Nordbayerischer Kurier Bayreuth





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Würzburger Landgericht am 25.02.2016.

Doch der zur Verhandlung geladene Hauptkommissar Stephan M. fand heraus, dass der Ex-V-Mann nicht gelogen hatte – auch bei einer langen Reihe von Straftaten der „Bandidos“, die Mario F. dem LKA gemeldet hatte – und die nicht weiterverfolgt wurden. Für Stephan M. ein klarer Verstoß gegen das Legalitätsprinzip: „Als Polizeibeamter muss ich was tun. Und wenn ich meinen V-Mann nicht verbrennen will, dann lege ich trotzdem eine Akte an und spreche das ab. Dann kann ich die Akte später immer noch rausholen.“ Insgesamt sind es 51 Fälle, die laut Stephan M. für Ermittlungsverfahren geeignet sind. In einigen ist der Verdacht bereits erhärtet, denn Mario F. war für die Regensburger Kripo der entscheidende Zeuge, mit der kriminellen Rockerbande aufzuräumen: Hochrangige „Bandidos“, allen voran Präsident Ralf K., legten Lebensbeichten ab, um Strafrabatt zu bekommen. Die Regensburger „Bandidos“ existieren nicht mehr.