Ermittler durchsuchen bayerisches LKA – V-Mann-Affäre

spiegel online Diebstahl, Falschaussage und Strafvereitelung im Amt
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In der Affäre um einen V-Mann im Rockermillieu haben Ermittler erneut Diensträume des LKA in München durchsucht. Mitarbeiter der Behörde sollen die Straftaten eines Spitzels gedeckt haben.

Ein V-Mann, der an Straftaten beteiligt gewesen sein soll – von seinen Vorgesetzten gedeckt. Die Vorwürfe gegen Mitarbeiter und Führungskräfte des bayerischen Landeskriminalamts (LKA) wiegen schwer: Strafvereitlung im Amt, Urkundenfälschung und Falschaussage vor Gericht.

In der vergangenen Woche haben Ermittler in der V-Mann-Affäre erneut Diensträume des LKA in München durchsucht. Das bestätigte nun eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Nürnberg. Zuvor hatte die “Süddeutsche Zeitung” über die Durchsuchungen berichtet.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt seit mehr als zwei Jahren in dem Fall. Inzwischen werden sechs LKA-Beamte verdächtigt. Bereits 2014 und 2015 gab es in dem Fall Durchsuchungen beim LKA sowie in Privatwohnungen der verdächtigen Beamten. Nun wurde am Donnerstag vergangener Woche vor allem das Dienstzimmer einer LKA-Beamtin und Zeugin durchsucht, wie die Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte.

Ein Beamter ist bereits suspendiert. Er arbeitete in der Nürnberger Außenstelle des LKA und betreute den Spitzel in der Rockergang. 2011 hatten die “Bandidos” teure Minibagger in Dänemark gestohlen, die sie in Südosteuropa verkaufen wollten. Der V-Mann-Führer beim LKA war darüber nicht nur informiert, sondern soll dem V-Mann sogar Ratschläge für die kriminelle Auslandsreise gegeben haben. Danach sollen er und weitere Beamte Akten zu den Tätigkeiten des V-Manns gefälscht haben.

Gefunden auf Spiegel Online von cnn/dpa am Freitag, 11.11.2016   12:30 Uhr