Fachabteilung Organisierte Kriminalität verwendet einen großen Teil ihrer Kapazitäten für die Beobachtung der Rockerbanden

Der Chef von Norbert K. sagt dem Münchner Merkur: „Die Fachabteilung Organisierte Kriminalität verwendet einen großen Teil ihrer Kapazitäten für die Beobachtung der Rockerbanden.“ Rund ein Drittel der 1.500 Rocker in Bayern sind kriminell, schätzt das LKA. Ein V-Mann in dieser Szene wäre Gold wert.

Forster kommt durch einen Zufall zu den Bandidos. In seiner Stammkneipe lernt er eines Abends einen Mann kennen, der dort Member (Mitglied) ist. Der Rockerclub ist streng hierarchisch strukturiert, der Weg zum Member ist oft lang und demütigend. Die Hangarounds (Lakaien) und Prospects (Anwärter) dienen den Mitgliedern, sie müssen aufs Wort gehorchen, Bier bringen, Toiletten putzen, Kotze wegwischen. Als Forster seinem V-Mann-Führer K. von dem Kontakt berichtet, „hat der gleich leuchtende Augen gekriegt. Wenn ich einen Fuß da reinbekomme, sagte Norbert, dann machen die in München eine Rolle rückwärts.“

Quelle: ZEITmagazin Nr. 27/2014

Zeit Magazin
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