Falschaussagen der Lka Beamten auch im jetzigen Verfahren und ein falsches Register über Mario F.

Ein Nürnberger Kriminalbeamter berichtet am 04.07.2016 in der Hauptverhandlung, die Ermittlungen gegen 6 Lka Beamte sind abgeschlossen.

Der Verdacht hat sich erhärtet, dass der V-Mann Führer Norbert K. und dessen Kollege Dieter W. auch vor dem LG Würzburg am 10.3.16 falsch ausgesagt haben. Somit haben die Beamten nicht nur Anklagen wegen uneidlicher Falschaussage im Rahmen des ersten Prozesses 2012/2013 zu erwarten, sondern auch wegen ihrer Aussagen im jetzigen Verfahren.

KHK Norbert K. wurde bereits im Februar 2016 vom Polizeidienst suspendiert. Die neuerliche Falschaussage geschah somit nach seiner Suspendierung.

Um die dubiose Rolle, die der V-Mann führer in einem Strafverfahren gegen Mario F. Im Dezember 2011 vor dem Amtsgericht Marbach spielte aufzuklären, lud ihn Richter Dr. Konrad Doepfner für den nächsten Hauptverhandlungstag am 21.07.16 nochmals von Amts wegen als Zeugen.

Bei Rekonstruktion dieses Verfahrens fiel nämlich auf, dass in den Akten des Gerichtes eine Registerauskunft von Mario F. enthalten war, die ihn fälschlicher Weise als nicht vorbestraft ausweist. Die am Montag vernommene Richterin erinnerte sich, das Register sei mit dem falschen Geburtsnamen des V-Mannes angefragt worden. Die Anschrift und die Daten von Mario F. waren ihr zuvor auf Nachfrage von Norbert K. übermittelt worden.

Der V-Mann kam – so Richter Doepfner – mit einem auffallend milden und stark verkürztem Urteil davon, nämlich einer Geldstrafe bei dem Transport von Hehlerware im Wert von knapp 30.000€.