Nürnberger Ermittlungsakte könnte im V-Mann-Prozess eingeführt werden

V-Mann-Prozess geht unter Zeugenschutz weiter

In den Prozess gegen einen ehemaligen V-Mann des Landeskriminalamtes (LKA) könnte zu Jahresbeginn Bewegung kommen: Dann könnten Ermittlungsergebnisse der Nürnberger Staatsanwaltschaft als Beweise zugelassen werden.

Am Dienstag 22.12.2015 wurde ab 13.30 Uhr der Prozess gegen einen ehemaligen V-Mann des Landeskriminalamtes vor dem Würzburger Landgericht unter Zeugenschutz fortgesetzt.

Der Fall des V-Mannes hatte Ermittlungen gegen mehrere LKA-Beamte ins Rollen gebracht. Der 48-jährige Angeklagte hatte für das LKA bei der Rockergruppe „Bandidos“ gespitzelt und hatte in beiden Prozessen mehrfach betont, dass er die Straftaten im Wissen und teilweise im Auftrag des LKA begangen habe. Deshalb wollte er stets ins Zeugenschutzprogramm aufgenommen werden. LKA-Beamte hatten die Vorwürfe im ersten Prozess abgestritten, nun laufen Ermittlungen wegen Strafvereitlung im Amt. Der Angeklagte steht inzwischen unter Zeugenschutz.

Quelle: dpa/lby/sh