V-Mann-Affäre im Rockermilieu

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Ermittler durchsuchen bayerisches LKA

Mitarbeiter des bayrischen Landeskriminalamts sollen jahrelang Straftaten krimineller Rocker gedeckt und sogar beratend unterstützt haben. In der sogenannten “V-Mann-Affäre” werden nun ihre Diensträume durchsucht.

In der V-Mann-Affäre des bayerischen Landeskriminalamts haben Ermittler erneut Diensträume in München durchsucht. Die Anklagebehörde ermittelt seit mehr als zwei Jahren. Inzwischen werden sechs LKA-Beamte beschuldigt, darunter zwei Führungskräfte. Das teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Nürnberg mit.

Zuvor hatte die “Süddeutsche Zeitung” über die Durchsuchungen in der vergangenen Woche berichtet. Es geht unter anderem um den Verdacht der Strafvereitelung im Amt, um Urkundenfälschung und Falschaussagen vor Gericht.

Einer der Beamten wurde bereits vom Dienst suspendiert. Der Kripokommissar war Kontaktmann eines Verbindungsmanns im Rockermilieu. Auch sollen er und weitere Beamte Akten zu den Tätigkeiten des V-Manns gefälscht haben. Bereits 2014 und 2015 gab es in dem Fall Razzien beim LKA sowie in Privatwohnungen der verdächtigen Beamten.

Nun wurde vergangene Woche vor allem das Dienstzimmer einer LKA-Beamtin und Zeugin durchsucht, wie die Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte. Der suspendierte Kommissar arbeitete in der Nürnberger Außenstelle des LKA und betreute den Spitzel in der Rockergang.

Freitag, 11. November 2016 Quelle: n-tv.de , jgu/dpa